Schutzimpfung Hund – Herr Bohne hat es geschafft

Ich, der Herr Bohne, hatte heute Morgen ganz früh einen Termin bei meiner Frau Tante Doktor. Die Frau Tante Doktor ist eine ganz Liebe, aber dennoch hatte ich eigentlich gar keine Zeit. So ein Termin beim Tierarzt kommt meistens sehr unpassend für mich. Blöd nur, wenn das keinen meiner Rudelmitbewohner interessiert und sie meinen Terminkalender einfach fremdbestimmen. Da war er also seit Tagen leuchtend rot eingetragen im Kalender, „Tierarzttermin Herr Bohne, 09.00 Uhr“.

Ihr müsst wissen, auch wenn die Frau Tante Doktor wirklich ganz freundlich und ruhig mit mir spricht – ich habe schreckliche Angst vor solch einem Tierarztbesuch. Vor vielen Dingen hatte ich Angst, als ich aus Rumänien zu meiner Familie nach Mittelhessen kam und an vieles habe ich mich ganz tapfer gewöhnt, aber an drei Dinge, werde ich wohl niemals Gefallen finden: lange Autofahrten, Silvesterknaller und Tierarztbesuche (es tut mir leid, Frau Tante Doktor, das hat überhaupt nicht mit Ihnen persönlich zu tun). Meine Familie sagt, regelmäßige Tierarztbesuche seien wichtig, damit ich gesund bleibe und so musste ich auch bisher nur zur Kontrolle – bin ein kerngesunder Herr Bohne, „jawoll-ja-ja“.

Wichtig sind meinem Frauchen auch meine Schutzimpfungen, allerdings nur die absolut nötigen. So sieht das auch meine Tierarztpraxis – die Frau Tante Doktor sagt, mein kleiner Hundekörper soll nicht unnötig belastet werden. Heute wurde ich mit einem Zweifachimpfstoff geimpft. War auch nur ein ganz kleiner Piekser, mein Leckerli habe ich dennoch in der Praxis nicht angerührt – ein bisschen beleidigt muss ich mich doch nach einer Spritze zeigen, oder wie seht ihr das? Ich habe aber genau gesehen, dass mein Frauchen das Leckerli für mich eingepackt hat, wenn sie mich in einer Stunde noch mal fragt, werde ich es annehmen, bin ja kein nachtragender Herr Bohne. Und ich weiß, sie wollen nur mein Bestes, meine Rudelmitbewohner, „jawoll-ja-ja“.

Erzählt mir von euren Tierarztbesuchen. Seid ihr ein wenig mutiger???

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Das wunderschöne Logo meiner Tierarztpraxis Butteron in Lich

 

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Frau Kremer, meine „Frau Tante Doktor“

 

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Einmal kurz pieksen

 

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Geschafft!!!

 

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Kategorie: Herr Bohne

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Aaaach Herr Bohne, ich bin ja da wirklich nicht der Held!
Obwohl ich beruflich mit all diesen Dingen zu tun habe, keiner gerne zu mir kommt und ich meine Arbeit trotzdem liebe —- bin ich eine Memme.
So, jetzt ist es raus 😉
Du warst ja ganz schön tapfer!!
Herzlichst
yase

Liebe Yase, nun hast du uns aber neugierig gemacht, sag, bist du auch eine Frau Tante Doktor???

Herr Bohne, Herr Bohne, da haben wir uns knapp verpasst, denn deine Tierärztin ist auch meine Tierärztin, zumindest eine davon, denn ich habe zwei *motz* Gerne gehe ich da nun wirklich nicht hin, so viel steht fest. Aber du scheinst wirklich sehr tapfer zu sein!

*wuff* deine Lilly

Nicht zu fassen, Lilly, jetzt kenne ich dich und deinen Blog schon so lange und nun wohnen wir anscheinend gar nicht weit voneinander entfernt??? Kopfschüttel, nicht zu fassen ….

Lieber Herr Bohne! Du bist ein tapferer Held, auch wenn das letzte Bild wirklich herzerweichend ist. Jetzt hast du es erst mal wieder hinter dir, genau wie das Silvestergeknalle. Damit ist jetzt auch erst mal für fast ein ganzes Jahr Ruhe. Ich kannte auch einen Hund, der schlimmes erlebt hat und nie gerne zum Tierarzt wollte. Sein Name war Charly. Nun ist er leider schon lange tot, er war sehr alt und da geschieht das einfach irgendwann. Jedenfalls ist dieser Charly auch immer zitternd zum Tierarzt gegangen und unter den Tisch im Wartezimmer gekrochen und man musste alles wegrücken, um ihn dort wieder hervor zu bekommen. Und dann haben wir damals den Tierarzt gewechselt und sind zu Frau Dr. Uebing in Buseck gegangen. Und da konnte es Charly nach ein paar Besuchen gar nicht mehr abwarten, ins Behandlungszimmer zu kommen. Sie hat ihn so liebevoll behandelt und vor allem auf dem Boden (er hasste es, auf den blöden Metall-Behandlungstisch gestellt zu werden) und die Leckerli gab es immer auf der Waage, auf die ist er dann immer gleich draufgestiegen. Die Angst war wie weggeblasen, das war echt verrückt. Und als er nicht mehr laufen konnte und völlig orientierungslos überall gegen gestoßen ist, da ist sie zu uns nach Hause gekommen und hat ihm die letzte Spritze, die Einschlafspritze, gegeben. Und wir haben alle drum herum gesessen und ihn gestreichelt, bis er gegangen war. Das war traurig, aber auch schön, weil wir alle bei ihm sein durften. Und der Hund, der nun dort wohnt, wo Charly zu Hause war, der geht auch ganz gerne zu Frau Dr. Uebing, und dass, wo sie (es ist ein Hundemädchen) vor allem Angst hat, und nicht nur vor Silvesterknallern. So, nun kennst du wieder eine neue Geschichte. Liebste Grüße, deine Nina

Liebe Nina, der Charly hatte bestimmt ein tolles Hundeleben, das liest sich aus jeder Zeile und wie wunderbar, dass er seine Angst überwinden konnte und eine so liebevolle Tierärztin gefunden hatte. So schlimm, dass ich unter dem Tisch verschwinden würde, ist es mit meiner Angst nicht, habe ja immer meine Lieben an meiner Seite und eine wunderbare Tierarztpraxis noch dazu. Und immerhin, was das Autofahren angeht, da vertraue ich inzwischen dem Onkel Bernd und meinem Frauchen Sigi so sehr, dass ich bei kurzen Fahrten nicht mehr zittern oder gar spucken muss. Das Leckerli heute habe ich mir schmecken lassen, als ich daheim war, ich habe es mir auch wirklich verdient. Schade, dass ich euren Charly nicht mehr kennen lernen konnte – wir wären bestimmt Freunde geworden, ich habe andere Vierbeiner sehr gern, vor allem, wenn sie auch ein bisschen schüchtern sind, so wie ich, der Herr Bohne es bin … Wer weiß, vielleicht gehen ja das Hundemädchen ich ganz bald mal gemeinsam gassi?

Lieber Herr Bohne, das freut mich, dass dir dein Leckerli noch geschmeckt hat. Ist auch viel besser zu Hause, da kann man es ausgiebig genießen.
Du könntest sogar unter dem Hundemädchen spazierengehen, denke ich. Sie ist ein ganz langbeiniges Hundemädchen. Wenn ich ein Bild finde, zeige ich es dir einmal, ja?

Oh ja, Nina, bitte ein Foto!!!