Hunde verbuddeln ihre Knochen (und ich, der Herr Bohne, verbuddel noch viel mehr)

Das dass mit dem (Fr)Essen und mir, dem Herrn Bohne, eine ganz spezielle Sache ist, dass habe ich euch hier auf meinem Blog bereits berichtet. Bin eben ein Feinschmeckerhund und weiß ganz genau, was mir gut schmeckt und was ich gar nicht gerne mag.

Wenn ich etwas ganz Besonderes bekomme, so etwas richtig, richtig Gutes, dann habe ich ein großes Problem. Ich kann es nicht aufessen, es geht einfach nicht. Zumindest erst einmal nicht. So etwa richtig, richtig Gutes, das muss ich verstecken, „jawoll-ja-ja“. Und beim Verstecken, da darf mir keiner zugucken, nicht mal meine Freundin Mariechen. Weil aber meine Lieben nicht wollen, dass ich Leckerli, Knochen oder gar ein Stück Fleisch oder Wurst verstecke, sondern ich das direkt auf der Stelle aufessen soll, machen sie mir manchmal die Tür nicht auf. Das Leckerli und ich, wir können dann nicht in ein anderes Zimmer oder in de Garten laufen. Und dann beginnt in letzter Zeit ein regelrechtes Drama. Ich, der Herr Bohne, ich fange nämlich lauthals an zu weinen. So richtig kläglich. Ich will das gar nicht, ich weiß ja, dass ich bei einem Leckerli in der Schanze eher jauchzen statt jammern müsste und auch, dass meine Lieben, vor allem das Mariechen, mir etwas Gutes tun wollen, aber ich kann nicht anders. Ich muss weinen, wenn ich es nicht verbuddeln darf. Meine Lieben sagen, sie machen sich Sorgen, wenn ich (Fr)Essen im Garten vergrabe und es dann nach ein paar Tagen wieder ausbuddle und es mir schmecken lasse. Sie sagen, das sei nicht gut und dass sich da Keime und Bakterien bilden, gerade jetzt im Sommer. Wenn ich es im anderen Zimmer hinterm Sofa oder unterm Bett verstecke, schimpfen sie erst recht und sie sagen, ich bekomme nie wieder eine Leckerli (wie gut, dass sich mein Mariechen nicht an solche Drohungen hält).

Ich habe durchaus kapiert, dass meine Lieben sich Sorgen über das Verbuddeln machen und daher frage ich heute euch: Verbuddelt ihr auch für schlechte Zeiten und welche Lösung habt ihr mit euren Zweibeinern gefunden? Meine Lieben vermuten auch hier wieder, dass der ehemalige Straßenhund in mir die Buddelleidenschaft noch verstärkt, da ich in Rumänien zum Überleben Vorräte anlegen musste. Ich, der Herr Bohne, ich behaupte, ich bin bloß ein ganz normaler Hund und ihr andren das draußen, ihr macht das bestimmt genau so gerne, „jawoll-ja-ja“. Hab ich recht???

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K(n)ochen-Verbuddler und Kuschelhund

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Kategorie: Herr Bohne

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Boah, du kannst Kekse verbuddeln? Hast du es gut. Ich hab ja keinen Garten, kann also nix verbuddeln. Hier hält mein Körbchen dafür her, da wird erst mal alles hingeschleppt und unter dem Kissen vergraben. Das Doofe ist nur, ich vergesse dann, dass da noch ein Vorrat war und irgendwann kommt mein Kumpel Dusty mich besuchen und der weiß gaaaanz genau, wo meine Vorräte sind und stibitzt sie mir dann. Das ist echt voll doof!

Wuff-Wuff dein Chris

Ach Herr Bohne….. Wir haben keinen Hundeherrn. Aber als ich Kind war, da hatten wir Rottweiler. Die waren total lieb,und haben immer meinem kleinen Bruder geholfen, wenn wir uns gestritten haben….
Und die haben auch ihre Lieblingsdinge vergraben….. Ich denke, du bist ganz normal 🙂
Herzlichst
yase

Na sowas! Du hast ja Ideen, Herr Bohne… Ich für meinen Teil habe immer Hunger und verfüge gar nicht über genügend Selbstbeherrschung etwas Essbares nicht sofort hinunterzuschlingen. Ich habe noch nie etwas verbuddelt. Außer vielleicht meine Mädchenknochen – die trage ich erst eine Weile mit mir herum, bevor ich sie verputze, aber auf denen können sich auch keine Bakterien bilden.
Liebe Grüße
Lotta

Hallo Herr Bohne,

ich war kein Straßenhund, sondern bin ein ganz normales Hovawart Mädchen, das hier geboren und aufgewachsen ist. Aber gutes Essen für später verbuddeln tu ich auch. Letztens habe ich einen riesigen Knochen bekommen und da ich ihn nicht auf einmal verspeisen konnte, habe ich den übrig gebliebenen Teil im Garten verbuddelt. Das hat mein Frauchen gesehen (was sie nicht sollte) und so mußte ich ihn wieder ausgraben und woanders verbuddeln. Nach zwei Tagen habe ich ihn mir wieder geholt, im Teich gewaschen und dann mit viel Genuß aufgefuttert. Also, Du siehst, Du bist ganz normal. Vielleicht sollten Deine Zweibeiner Dir auch einen Teich anlegen, damit Du das Verbuddelte vor dem Futtern waschen kannst und sie keine Angst davor haben müssen, daß Du davon krank wirst.
Liebe Grüße
Daska

Lieber Herr Bohne, ich verfüge leider auch nicht über einen Garten. Früher habe ich auch immer alles verbuddeln wollen und hab dann meine Knochen in Wäschekörbe, Wäschetrommel und Bettritzen versteckt. Das fand mein Frauchen leider auch nicht so gut und nun kann ich nur noch verbuddeln wenn wir bei Oma sind. Da darf ich das zwar eigentlich auch nicht, aber manchmal kriegen die Zweibeiner das da nicht mit.
Ich verstehe aber deinen Herzschmerz wenn man den Garten vor der Nase hat.
Liebste Grüße vom Indianermädchen

Ach Herr Bohne,
eben habe ich von deinen Sorgen gelesen. leider kann ich dir keinen guten Rat geben, da ich noch nie, nie hunger leiden musste. Mein Frauchen erzählt manchmal von Lara , meiner Vor-Vorgängerin, die hat immer die Knochen im Garten verbuddelt und sie dann ganz mürbe wieder vermampft.
Nasenstups von Ayka