Die Entscheidung für einen Hund

Weihnachten steht vor der Türe und dies ist oft die Zeit für ein neues vierbeiniges Familienmitglied.

Ich, der Herr Bohne, ich bin ein sehr pflegeleichtes Exemplar von Hundemann und dennoch mache ich viel Arbeit, das sagt die Sina und die Oma, die sagt das erst recht, denn sie hat mit mir die meiste Arbeit. Wir sind ein Mehrgenerationenhaus – immer jemand da, der auf den Herrn Bohne aufpassen kann und ist keiner da, dann kommt der Onkel Bernd und passt auf mich auf. Onkel Bernd liebt Hunde sehr und mich, den Herrn Bohne, hat er auch richtig gern.

Ich, der Herr Bohne, ich bin ein sehr reinlicher Hundemann, ich laufe nur durch jede zweite Schlammpfütze und das Jagen nach Mäusen, das wird auch immer weniger.
Auch lasse ich mir inzwischen die Pfötchen nach jedem „nassen“ Gassigang freiwillig abwischen, sofern es schnell geht und ich zeitgleich mit einem weiteren Handtuch meinen Herrn-Bohne-Rücken massiert bekomme.

Ich muss mich im Auto nicht mehr ganz so häufig übergeben, sofern es das Auto von Oma oder das von Onkel Bernd sind, in ein anderes steige ich erst gar nicht ein, ich mag nur zwei Autos auf der ganzen Welt. Ach ja, ich sollte noch erwähnen: Die Strecke darf auch nicht länger als 24 km betragen, bei 25 km kann ich nicht garantieren, dass mein Mageninhalt dort bleibt, wo er hingehört.

Wenn der Onkel Bernd den morgendlichen Gassigang nicht übernehmen kann, darf mich die Sina ausnahmsweise mal auf die Herr-Bohne-Renn-Wiese vorm örtlichen Supermarkt begleiten, vorausgesetzt, sie hat einen freien Tag und es regnet nicht und ist schon mindestens 9 Uhr,  früher gehe ich nicht so gerne vor die Türe, der Onkel Bernd kommt auch nie vor 9 und wenn die Sina andere Termine hat, muss sie die eben verlegen, ich bin ein sehr zeit- und wetterfühliger Herr Bohne. Stimmen die freien Tage von Sina nicht mit den Terminen von Onkel Bernd überein, ziehe ich meinen dritten Joker, den Papa im Hause – muss er eben seinen Dienst als selbständiger Computermensch kurz unterbrechen. Ihr seht, Herr Bohnes Gassigang ist ganz einfach zu koordinieren.

Es kann durchaus vorkommen, dass ich genau dann meine Haare verliere, wenn die Sina gerade alles gesaugt hat, aber ich finde das nicht weiter schlimm, schließlich halte ich mich meistens daran, nicht in Bade-, Schlaf- und Kinderzimmer zu gehen, von daher liegen höchsten in Flur und Wohnzimmer ein paar Haare und die meiste Zeit verbringe ich eh bei der Oma – mich selbst stören die paar Haare auf dem Boden auch gar nicht, es reicht, wenn Sina nachmittags ein zweites Mal saugt.

Ich bin sehr kinderlieb, auch wenn es schon ein halbes Jahr gebraucht hat, bis ich das Mariechen in mein Herz geschlossen hatte und das viel Zuspruch brauchte, aber hört mal. ich war auch zuerst da und Babys sind laut!!!

Vor Uromas Stock zuckte ich nach einigen Wochen nur noch kaum merklich zurück und die Erinnerung an meine Zeit auf der Straße, die verblasste mehr und mehr, ganz vergessen sein werden die Tage wohl aber nie und das macht mich zu einem ganz besonderen und sensiblen Herrn Bohne, sagt die Sina, genau zu einen solchen Hundeherrn, wie sie ihn sich für ihr Mädchen als besten Freund wünscht.

Wenn ihr mit diesen kleinen Besonderheiten einer Fellnase zurecht kommen könnt, viele meiner Freunde warten noch auf ein schönes und gemütliches Heim, aber ihr wisst, die Entscheidung für einen Hund, die sollte gut durchdacht werden, denn sie ist von großer Tragweite. Gerade jetzt zu Weihnachten war und ist uns dieser Post sehr wichtig (auch wenn er schon vor langer Zeit verfasst und einst für meinen ersten Herr-Bohne-Blog gedacht war).

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Wussten eure Herrchen und Frauchen vorher, wie sehr ihr Fellnasen da draußen das Familienleben auf den Kopf stellen würdet ?

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Kategorie: Herr Bohne

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Hallo Herr Bohne,
schön hast du geschrieben, von deinem Mehrgenerationenhaushalt und den Herausforderungen die du den Menschen gebracht hast. Meine zwei Menschen haben eigentlich gewusst was auf sie zukommt, als ich eingezogen bin – doch ich habe sie mit meinem Temprament, meiner Neugierde und meiner Fähigkeit für Blödsinn zeitweise schon an ihre Grenzen gebracht – sie nennen mich daher gelegentlich auch „Sonderausführung“. Mein Frauchen muss es ja wissen, denn sie ist auch in einem Mehrgenerationenhaushalt mit Hund/Hunden aufgewachsen und hat eigentlich all ihre vielen, vielen Lebensjahre mit Hunden verbracht – doch ich schaff es regelmässig ihr noch etwas Neues beizubringen – echt. Dabei bin ich doch sooo… pflegeleicht und Schmusen gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Mit einem herzlichen Festtagsnasenstups
Ayka

Ein schöner Artikel 🙂 Die Suki ist ja eher ein Kuscheltiere, die macht sich nie dreckig. Frauchen hingegen meint ich ( Jussi) wäre ein Ferkel. Sie hält nicht so viel von Gülle Pfützen. Angeblich habe ich so wohl vor ganz neue Aufgaben gestellt, verstehe ich gar nicht. Ich bin schließlich ein super Typ 😀

Liebe Grüße Jussi

Lieber Herr Bohne! Letzthin hat mir ein Herr erzählt, seine Frau wäre krank gewesen, und deshalb wäre er extra früher aufgestanden, damit er vor der Arbeit den Herrn Hund hätte Gassi führen können. Nun sei sich Herr Hund aber nicht gewöhnt, um 4.30h Gassi zu gehen. Er hätte aber um 5.00h seine Arbeit antreten müssen….. Der arme Herr Hu d sei völlig von der Rolle gewesen, hätte kaum aus seinen Aufrn blicken können und von wegen Gassi – ging gar nichts…..
Weisst du eigentlich, Herr Bohne, in was für einer unglaublichen – ja fast verwöhnten – Situation du bist? Dir geht es gut! Und deshalb wollen wir keinen Hund. Weil es ihm da bei uns nicht so gut gehen würde…..
Frohe Festtage dir und deinen Liebsten
yase

Lieber Herr Bohne,
das hast du aber alles prima aufgeschrieben. Einige Zweibeiner sollten sich wirklich reiflich überlegen ob ein Hund zu ihnen ziehen darf. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit. Denn danach landen jedes Jahr viele Haustiere (im besten Fall) im Tierheim *grusel* Deshalb sind wir der Meinung das keine Tiere unter den Weihnachtsbaum gehören.
Wir wünschen dir und deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest. Geniesst die schöne Zeit und habt viel Freude.
Liebe Grüße von Emma, Lotte und Frauchen

Lieber Herr Bohne,
du bist ja wirklich pflegeleicht 🙂
Ich hoffe, dass sich ALLE anderen Menschen auch so viele Gedanken machen, BEVOR sie sich einen Hund ins Haus holen.
Das hast du sehr schön geschrieben!
Ich wünsche dir noch wunderschöne „Restweihnachten“.
Liebes Wuffi deine Isi